Räumliches Entwicklungskonzept
Ort: Kriens, Schweiz
Auftragsart: Testplanung 2022/23, Vertiefungsstudie und Räumliches Zielbild 2024/25
Auftraggeberschaft: Bundesamt für Strassen ASTRA, Kanton Luzern, Gemeindeverband LuzernPlus, Stadt Kriens
In Zusammenarbeit mit: Salewski Nater Kretz, XM Architekten, Barbara Emmenegger Soziologie & Raum (Team Testplanung), Atelier Corso, KCAP, Studio Vulkan, IBV Hüsler (Team Synthese und räumliches Zielbild)
Der Grossraum Luzern-Süd wächst – der steigende Entwicklungsdruck verlangt nach zusätzlichem Wohnraum und neuen Gewerbeansiedlungen. Gleichzeitig sinkt die Versorgung mit Freiflächen, denn immer mehr Menschen teilen sich die zunehmend knapper werdenden Grünräume. Mitten in diesem urbanen Spannungsfeld liegt die Autobahn A2. Ihre siedlungsverträgliche Integration kann nur mit einem geschickten Umgang mit der Topografie sowie einem gezielten Nutzungskonzept gelingen. In der Testplanung zeigten diverse Teilüberdeckungen Potenziale für neue Siedlungsverbindungen über die Autobahn auf:
• Vernetzung getrennter Stadträume durch attraktives Wegenetz und sozialräumliche Bezüge
• Gestaltung eines biodiversen Lebensraummosaiks
• Schaffung lärmabgewandter Freiräume als grüne Infrastruktur mit Mehrwertpotenzial
• Respektvoller Umgang mit und Inwertsetzung des Vorhandenen
Ziel der zweiten Phase war die gemeinsame Entwicklung eines räumlichen Zielbilds mit einem zusammenhängenden Netz aus Frei- und Grünräumen. Die vier Leitideen zur Integration der Autobahn sind:
• Drei Siedlungsverbindungen und zwei offene Autobahnabschnitte
• Differenzierte Nutzungen beidseits der Autobahn
• Öffentliche Verbindungsräume entlang der Autobahn
• Alltagsnahe Treffpunkte im Umfeld der Autobahn
Durch das Zusammenspiel der Teilüberdeckungen entstehen so die künftigen Siedlungsverbindungen für Luzern-Süd.